Chronik
Wir schützen seit 1977 Frauen und Kinder, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind

2025
Die Platzkostensätze durch das LandSH stiegen in den Frauenhäusern um 5,5%. Geplant war die Übernahme von zwei kommunalen Plätzen des Autonomen Frauenhauses in die Landesfinanzierung. Es gab keine dringend notwendigen Kapazitätserhöhungen in Lübeck.
Die Umsetzung des Schutzwohnungen-Konzept stagnierte, trotz anhaltender Überfüllung der Frauenhäuser und der Wohnungsnot in der Hansestadt.
Das Thema Badsanierung im Frauenhaus war ein fortlaufender Prozess mit ersten Planungen durch die Trave.
Der Verein arbeitete intensiv an der Weiterentwicklung der Website und Digitalisierung.
Die Lübecker Stadtmütter haben das Jubiläum des Hansemuseums und auch das Hüxstraßenfest, in Kooperation mit dem Haus der Kulturen, aktiv mitgestaltet.
Der Verein begann in Kooperation mit dem Frauenbüro und anderen Netzwerkpartner_innen mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen des Aktionsplanes der Istanbul-Konvention in der Hansestadt.
Der 2. Aktionsplan Europäische Charta für Gleichstellung in Lübeck startete mit neuen Maßnahmen und der Verein beteiligte sich erneut mit verschiedenen Projekten. Unter anderem wurde eine Bank mit der Aufschrift „Hier ist kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Kinder“ vor dem Haus der Kulturen, unserem Netzwerkpartner, aufgestellt, um in der Öffentlichkeit ein deutliches Statement zu setzen.
Zum 3. Mal fand die Preisverleihung „Madame Courage“ mit einem bunten Fest am Haus der Kulturen statt.

2024
Der Verein setzte sich ein für Frauenrechte, sexuelle Selbstbestimmung und gegen den Paragrafen §218 und geht mit einem breiten Bündnis auf die Straße.
Aufgrund der anhaltenden Überfüllung in den Frauenhäusern fanden diverse Politiker_innengespräche statt. Eine Presseerklärung in den Zeitungen über die hohe Anzahl der abgewiesenen Frauen und Kinder vom Frauenhaus brachte die Politik in Aufruhr. Daraufhin konnte der Verein ein Schutzwohnungenkonzept entwickeln, welches fortlaufend in Bearbeitung ist und der Hansestadt Lübeck vorliegt.
Der Verein beteiligte sich intensiv an dem Aktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in der Hansestadt und unterstützt die Bestandsaufnahme zur Umsetzung aktiv mit.
Die Maßnahmen vom 1. Aktionsplan Gleichstellung 22-24 wurden erfolgreich umgesetzt und im Übergangshaus Lübeck präsentiert.
Bei den Lübecker Stadtmüttern startete zum ersten Mal ein Kurs mit Kinderbetreuung.
In Kooperation mit dem KOKI wurde der Film von und mit Magenta Baribeau „Maman? Non merci!“ („No Kids for me. Thanks!“), zum Thema freiwillige Kinderlosigkeit, gezeigt und mit einer Podiumsdiskussion abgerundet.
Eine Lesung „Wege zum Nein“ von Sina Holst, Johanna Montanari (Hg.) wurde mit den Autorinnen im SchickSAAL* veranstaltet.
Erste Verhandlungen mit der Wohnungsbaugesellschaft Trave hinsichtlich der Badsanierung für die Bewohner_innen im Frauenhaus begannen.
Es fand ein Tag der offenen Tür in den neu sanierten Vereinsräumen statt. Dazu gab es eine Vernissage zum Thema Femizide mit einer Skulptur-Ausstellung und PoetrySlam.
Das Frauenhaus freute sich über die Unterstützung einer Lesepatin für die Kinder und über eine Sprachpatin für die Bewohnerinnen, die keine Möglichkeit hatten, einen offiziellen Sprachkurs zu besuchen.
Das Frauenhaus beteiligte sich an der Megaphonika-Ausstellung im Willy-Brandt-Haus und setzte ein starkes Zeichen für Kinderrechte.
Das Frauenhaus nutzte die neuinstallierte Fast-Lane der Ausländerbehörde.
Das Hochrisikomanagement wurde per Erlass eingeführt und im Sinne der Istanbulkonvention wurden somit Hochrisikofälle im Bereich der häuslichen Gewalt (hG) intensiviert betrachtet. Dies dient als Ergänzung zum bestehenden Schutzkonzepts des Frauenhauses.
Das Frauenhaus erhielt für das weitere Jahr die Bewilligung, die stabilisierende Kindergruppe über das „Aktionsprogramm Familienunterstützende Maßnahmen für Geflüchtete“ 2024 fortzusetzen.
Der Verein unterstützte die Initialisierung eines Queeren Zentrums in Lübeck. Die Gründung des Vereins und Suche einer geeigneten Immobilie ist ein fortlaufender Prozess.

2023
2. Preisverleihung Wächterinnenpreis „Madame Courage“ wurde mit einem bunten Fest am Haus der Kulturen gefeiert.
Die Beteiligung am Aktionsplan zur Gleichstellung zur Europäischen Charta wurde eng begleitet.
Barrierearmut im Frauenhaus wurde als wichtiges Thema intensiv erörtert und Planungen zu mehr Barrierearmut intensiv aufgegriffen; es kam zu ersten Umsetzungen.
Der Digitalisierungsprozess im Verein schritt voran; nebst Cloud wurde auch ein neues Corporate Design und die Neubearbeitung der Website in den Fokus genommen.
Das Filmteam der Hochschule Köln begleitete das Leben im Frauenhaus, um eine Dokumentation zu filmen.
Der Garten des Frauenhauses erhielt ein neues, festinstalliertes Wasserspielgerät. Die Küche der Bewohnerinnen wurde mit energiesparenden Geräten angepasst und saniert.
Das Frauenhaus hat im Frühjahr die Bewilligung erhalten, eine Stabilisierende Kindergruppe über das „Aktionsprogramm Familienunterstützende Maßnahmen für Geflüchtete“ 2024 umzusetzen. Der Bewilligungszeitraum endete zum Ende des Jahres.

2022
Das Autonome Frauenhaus Lübeck unterzeichnete den 5-Jahres-Budgetvertrag mit der Hansestadt Lübeck.
Alle Träger, die durch die Hansestadt Lübeck budgetiert wurden, wurden aufgefordert eigene Gewaltschutzkonzepte nachzuweisen. Für den Verein war dies obligatorisch.
Sozialsenator Schindler wurde verabschiedet, Frau Pia Steinbrücke begrüßt.
Das Projekt der Lübecker Stadtmütter startete mit ihrem 18. Kurs.
Der Verein feierte sein 45-jähriges Bestehen mit der gleichzeitigen Einweihung der neuen Balkonüberdachung. Zum Weltkindertag fand eine Kinderrechte-Demo auf dem Wasser um die Altstadt mit verschiedenen Netzwerkpartner_innen statt.
Die beiden Schutzwohnungen, die während der Corona-Pandemie angemietet werden konnten, liefen aus.
Der Beginn des Ukraine-Krieges wurde vielfach mit den Bewohnerinnen des Hauses als auch in den Stadtmütterkursen diskutiert, thematisiert und aufgegriffen. Hinzu fanden Demonstrationen statt; auch hinsichtlich der Proteste im Iran, in Afghanistan. Die Hochwasserkatastrophe in Deutschland beeinflusste das Leben und die Arbeit im Verein auf zahlreichen Ebenen.
Verschiedene Maßnahmen wurden vom Verein in den 1. Aktionsplan Gleichstellung 22-24 aufgenommen und vereinsübergreifend kurz-, mittelfristig- und langfristig erarbeitet und umgesetzt.

2021
Das Autonome Frauenhaus bekam ein Zwischenbudget von der Hansestadt Lübeck.
Weiterhin war die Corona-Pandemie ein Dauerthema im Frauenhaus.
Das Projekt Lübecker Stadtmütter bekam die Zusage für einen 5-Jahres-Budgetvertrag durch die Hansestadt Lübeck.
Das FAG SH wurde geöffnet- das ganze Jahr wurde mit vorläufigen Bescheiden und Statistiken überbrückt. Im Dezember stand dann die Höhe des Platzkostensatzes fest. Das Frauenhaus konnte für das Jahr weiterhin die beiden Schutzwohnungen anmieten.

2020
Corona brachte gesamtgesellschaftlich, im Frauenhaus und bei den Stadtmüttern den Alltag durcheinander. Hygiene-Konzepte mussten entwickelt werden, Abstand war das Gebot des Jahres. Ehrenamtlerinnen unterstützten bei der Essensversorgung oder Einkäufen bei Coronaausbrüchen. Spender_innen ermöglichten die Nutzung von gebrauchten Tablets für Home-Schooling und Luftfilter.
Aufgrund der Corona-Situation erhielt das Frauenhaus 2 Schutzwohnungen zur Anmietung, um die Dichte im Frauenhaus zu entzerren.
Die Lübecker Stadtmütter nähten Alltagsmasken und verteilten diese mit Desinfektionsmittel an Einrichtungen und private Personen.
IKEA spendete für die Ausstattung des Frauenhauses und den Garten.
Über die Stiftung von Aktion Mensch erfolgte eine barrierearme Badsanierung im EG.

2019
Das Frauenhaus war überfüllt und erhielt unbürokratisch von der Hansestadt Lübeck sieben weitere Plätze. Eine Neuordnung der Büros und Bewohner_innenzimmer musste entwickelt werden.
Das Finanzteam konnte ein neues Büro beziehen.
Es wurde eine 2. Neuauflage vom Buch „Meine zweite Kindheit“ vom Verein veröffentlicht.
Der Verein strukturierte sich um und wurde im Zuge der Digitalisierung neu aufgestellt.
Die Bildhauerin Brigitte Schröder setzte mit dem Verein Frauen helfen Frauen Lübeck ein Zeichen für Gewaltverzicht. Drei Wächterinnen mahnen seitdem im Kräutergarten des Haus der Kulturen.
Es gab eine Kooperation mit der Leuphana Universität und das Fachbuch „Frauenhauskinder und ihr Weg ins Leben“ wurde im Zuge dessen veröffentlicht.
Es fand ein Fachtag „Bei aller Liebe 2“ statt.

2018
Das Autonome Frauenhaus feierte sein 40. Jubiläum. Die Jubiläumsfeier wurde aufgrund der permanenten Überfüllung abgesagt. Es starteten Verhandlungen mit Politiker_innen zur Situation der Frauenhäuser.
Der Verein Frauen helfen Frauen schließ in einer schriftlichen Stellungnahme jegliche Zusammenarbeit mit der AFD aus.
Die Istanbul-Konvention trat in Kraft.
Das Projekt „HerStory“ wurde erfolgreich umgesetzt.
Das Projekt „FrauenWohnen“ der Diakonie NordNordOst wurde gestartet und kritisch betrachtet. Viele Kooperationsgespräche mussten geführt werden.
Die Lübecker Stadtmütter präsentieren eine Plakatausstellung über sich und Demokratie.

2017
Der über 20 Jahre alte Spielplatz wurde abgerissen und wich einem neuen Spielturm, neuen Sitzelementen und einem Kleinkinderbereich.
Das Jugendzimmer des Hauses wird ideenreich von den bewohnenden Kindern und Jugendlichen initiiert und endlich auch umgesetzt. Die barrierefreie Küche wurde mittels einer Einzelspende erneuert. Das Wohnzimmer musste auf Grund der hohen Auslastung neu möbliert werden.
Der Verein feierte ausgelassen am 07.07.2017 mit einem bunten Fest sein 40jährges Bestehen auf dem Rathausplatz.

2016
Gruppenangebote im Frauenhaus konnten durch Unterstützung der Lions Lübeck stattfinden.
Um den Bedarf von Frauenhäusern bewusst zu machen, fand eine Großdemonstration auf dem Lindenteller statt. Zudem hat der Verein Frauen helfen Frauen e.V. den Schwarzen Protest am Holstentor unterstützt.
Bewohnerinnen aus Lübeck waren Akteurinnen bei der Jahrestagung der Autonomen Frauenhäuser. Die Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg läuft weiter.
Die Ideen zum Außenspielbereich der Kinder gingen in konkrete Planungen des Spielplatzes über.
2015
Das Jahr war für die Kinder und Jugendlichen im Frauenhaus geprägt von der Schwedenfreizeit im Sommer, die auch filmisch begleitet wurde.
Der Nottopf für Frauen in Not wurde durch die Unterstützung von Zonta Lübeck aufgefüllt.
Die Mitarbeiterinnen des Autonomen Frauenhauses nahmen an der dritten weltweiten Frauenhauskonferenz in Den Haag/ Niederlande teil und brachten die Belange in die Frauenbürgerschaft Lübeck mit Anträgen ein.
Es fanden weiterhin Stadtspaziergänge mit Frauen zu Frauen statt.

2014
Die Renovierungsarbeiten im Autonomen Frauenhaus wurden fortgeführt. Das Erdgeschoss, die erste Etage inkl. der Gemeinschaftsgroßküche wurden durch einen Tag der Offenen Tür der Öffentlichkeit präsentiert.
Der Verein bemühte sich um weitere zahlreiche Spenden im Jahr 2015, um den 2. Stock renovieren und möblieren zu können.
Das Projekt „Lübecker Stadtmütter“ etablierte sich und startet bereits mit dem 4. Kurs.

2013
Das Projekt „Lübecker Stadtmütter“ startete.
Das ESF-Projekt „NAH dran- Netzwerk für Alleinerziehende in der Hansestadt Lübeck“ in Kooperation mit der FAW wurde erfolgreich abgeschlossen.
Im Autonomen Frauenhaus begannen die ersten Renovierungsarbeiten dank zahlreicher Geldspenden.
Der Verein bemühte sich bei der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung Lübeck um eine Förderung der noch fehlenden Restsumme für die Neugestaltung des ersten Stocks und der Küche im Autonomen Frauenhaus.
Die Website des Vereins wurde umgestaltet und neu designt.

2012
Die Belegungszahlen im Autonomen Frauenhaus stiegen drastisch an. Aufnahmestopps wegen Überfüllung wurden nötig, da der Kieler Landtag die Förderung für das Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt in Lübeck zum Januar beschlossen hat. Das Autonome Frauenhaus Lübeck übernahm die Koordinierung der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser in Schleswig-Holstein.
Das 35-jährige Bestehen des Vereins wurde mit einer „Café Ole- Ich geh“- Benefizveranstaltung gefeiert. Lübecker Bürger_innen tranken am 9. Juni ihren Kaffee in der Innenstadt zugunsten des Frauenhauses.
Im Oktober lud das vom Verein gegründete Netzwerk „Chancen für Frauen“ zum 6. Mal zur jährlichen Messe „Arbeit, aber wie?“ ein, die in den Räumen der Handwerkskammer stattfand. Interessierte Frauen informierten sich über Arbeit, Weiterbildungsmöglichkeiten, ließen ihre Bewerbungsunterlagen gegenlesen und erfuhren Informationen zum Hilfesystem vor Ort.
Am 20. November fand ein interaktiver, transkultureller und politischer Fachtag unter dem Titel „Lübeck- Stadt, die Wissen schafft! Sichere Wege aus der Gewalt in eine starke Zukunft“ im Foyer der Musik- und Kongresshalle Lübeck statt.
Am 25. November wurde das Schauspiel „Edith Piaf“ in Kooperation mit dem Theater Lübeck und dem Frauenbüro zum Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ aufgeführt.
Der Verein bemühte sich um die Zertifizierung seiner Bildungsmaßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung.
2011
Zum 100jährigen Bestehen des Internationalen Frauentages (feministischen Kampftages) zeigen Frauenhausbewohnerinnen eine eigene Fotoausstellung „Mit den Augen einer Frau- Meine Stadt Lübeck“ im Börsensaal des Lübecker Rathauses.
Der „Laden 58“ eröffnete, als ein Empowermentprojekt von Frauenhausbewohnerinnen, in der Knud-Rasmussen-Straße 58a.Das 34jährige Bestehen des Vereins wurde mit einem „Tag der Offenen Tür“ in den Vereinsräumen und einem Straßenfest unter Beteiligung des Autonomen Frauenhauses, der Sozialpädagogischen Familienhilfe, der Beruflichen Bildung, NAH dran und dem FrauenSelbsthilfeNetzwerk gefeiert.
Die Berufliche Bildung beendet vorläufig ihren letzten „Aufbruchkurs“.
Im September startet das Arbeitsmodell „Bürgerinnenarbeit“ im Autonomen Frauenhaus mit zwei Quereinsteigerinnen in Teilzeit. Ein internationaler Austausch mit Bewohnerinnen und Gründerinnen des Frauenhauses in Karachi fand in Lübeck, Hamburg und Berlin statt.
Im Oktober startet das ESF-Projekt „NAH dran- Netzwerk für Alleinerziehende in der Hansestadt Lübeck“ in Kooperation mit der FAW.
2010
Das Kochbuch „rührende Frauen“, von Bewohnerinnen des Frauenhauses entwickelt, und das Buch „Meine zweite Kindheit – Mädchen und Jungen malen und berichten über ihre Erfahrungen vor, in und nach dem Leben im Frauenhaus“, erschien.
Der Verein feierte mit einer Benefiznacht im Schuppen 9 das 32jährige Bestehen des Autonomen Frauenhauses.
In intensiven Finanzverhandlungen mit der Hansestadt Lübeck gelang es, dass die Kürzungen der Zuwendungsgelder aus dem Jahr 2005 zurückgenommen wurden.
2009
Eine Bewohnerin wird von ihrem Ex-Partner vor der Tür des Frauenhauses mehrmals mit einem Messer niedergestochen. Der Mann wurde daraufhin zu 7,5 Jahren Haft verurteilt. Anlässlich dieser Tat versammelten sich in St. Petri, neben vielen Lübecker_innen, auch Politiker_innen und Angehörige religiöser Gemeinschaften, um sich gegen Gewalt zu positionieren.
Das Frauenhaus wurde erstmalig mit einer Sicherheitsanlage ausgestattet. Die Kostenübernahme für die Installation übernahm die Stadt Lübeck. Hansaalarm und das Lübecker Wachunternehmen wurden als Sicherheitsdienste beauftragt. Der Vereinssitz von Frauen helfen Frauen e.V. Lübeck wurde aus Sicherheitsgründen in die Marlesgrube ausgelagert.
2008
Eine erste internationale Frauenhausbewohnerinnenkonferenz in Lübeck fand statt.
Das 30jährige Bestehen des Autonomen Frauenhauses wurde in Kooperation mit dem Filmhaus und dem CineStar (Filmabend), der Lübecker Loge „Zum Füllhorn“ (Benefizkonzert) und dem Stadttheater Lübeck (Opernabend) gefeiert. Ein Mittsommerfest im Drägerpark rahmte die Feierlichkeiten ein.

2007
Der Verein unterstützte die Arbeit von UNICEF durch ein Mittsommerfest, das in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino ausgerichtet wurde.
Der Verein expandierte: Neben dem Frauenhaus und der „Beruflichen Bildung“ entstand ein weiterer Arbeitsbereich, nämlich die Sozialpädagogische Familienhilfe.
Am 28.12. wurde eine junge Frau von ihrem Exmann vor dem Frauenhaus ermordet. Der Mann wurde daraufhin zu 25 Jahren Haft verurteilt.

2005
Trotz aller Proteste und Aktionen von Mitarbeiterinnen, Bewohnerinnen und Unterstützer_innen erfolgte eine radikale Kürzung der Gelder für das Autonome Frauenhaus.
Der Verein gründet das Netzwerk „Frauen und Hartz IV“. Im November expandierte der Verein Frauen helfen Frauen e.V. Lübeck.
Neben dem Frauenhaus etablierte sich die „Berufliche Bildung“ – der erste „Aufbruchkurs“ mit fünfzehn Teilnehmerinnen startete.
2004
Es gab zahlreiche Aktionen gegen die geplante Kürzung des städtischen Zuschusses, unter anderem einen Citylauf mit dem Motto „No man beats a woman“.
Eine Mitarbeiterin nimmt an der Nordischen Frauenkonferenz in Kristianssand, Norwegen, teil.
2003
Zum 25jährigen Jubiläum des Frauenhauses präsentierten u.a. Bewohnerinnen die Ausstellung „Ein Frauenhaus zieht in die Welt – von der Idee zur Wirklichkeit“ in St. Petri.
Die erste männliche Honorarkraft im Kinder- und Jugendbereich begann mit der Arbeit im Frauenhaus.
2002
Die Stadt wollte die bestehenden Verträge im Eilverfahren kündigen, Mitarbeiterinnen des Autonomen Frauenhauses mauerten das Rathaus mit Ytong-Steinen zu und bewirkten damit, dass die Unterstützung für das Frauenhaus doch festgeschrieben wurde.
Vom 24.11.bis zum 01.12.2002 fand eine Aktionswoche zum Thema „Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderungen“, in Kooperation mit „Mixed Pickles e.V.“ Lübeck statt.

2001
Neue Finanzverhandlungen zur Budgetierung wurden geführt.
Zum 23. Geburtstag des Autonomen Frauenhauses wurde die Ausstellung „Bei aller Liebe…Extrablatt“ in der Stadtbibliothek eröffnet.

2000
Das Buch „Bei aller Liebe“ erschien.

1999
Der Kongress „Bei aller Liebe“ zum Thema Gewalt im Geschlechterverhältnis wurde vom Verein in der Lübecker Musik- und Kongresshalle mitorganisiert. Es gründete sich das Bewohnerinnenforum, in dem sich Frauen aus verschiedenen Ländern sich international vernetzten.

1998
Das Autonome Frauenhaus wurde 20 Jahre alt. Mit einer 14tägigen Ausstellung im Rathaus und einer Party im Dom-Café wurde der runde Geburtstag gefeiert.

1997
Um Sparmaßnahmen zu verhindern, ketteten sich im März Frauenhaus-Mitarbeiterinnen und Unterstützer_innen am Rathaus an.
Im Februar begannen Verhandlungen mit Ämtern und Politiker_innen bezüglich des Wohnprojektes „Waldersee“.
Der Januar brachte eine Verwaltungsstrukturreform in Lübeck; es gab somit neue Gesprächspartner_innen für den Verein Frauen helfen Frauen.
1996
In der Neuen Kaffeerösterei wurde im Oktober eine Ausstellung zum Thema „Frauenhaus und Frauenträume“ gezeigt, in Zusammenarbeit mit Frauenhausbewohnerinnen und der Werkkunstschule Lübeck.
Im September wurden drastische Maßnahmen des Sozialamtes beschlossen, bezüglich einer neuen „Beschäftigungspolitik“ und Gutscheinvergabe anstatt finanzieller Beihilfen für Bedürftige.
Im März verhandelte der Verein mit dem Frauenministerium zur zukünftigen Regelung der pauschalen Übernahme der Mietkosten seitens Stadt und Land.
Der Bürgerschaftsbeschluss über ein Wohnprojekt für Frauenhausbewohnerinnen, eine Alternative zur Hundestraße 95, wurde im Februar verändert.
Das Jahr begann mit Verhandlungen mit den Fraktionen, dem Frauenministerium und dem Frauenbüro zur weiteren Bestandssicherung über 1997 hinaus.

1995
Der Adventskalender des Autonomen Frauenhauses nahm Stellung zur Frauenhausfinanzierung.
Das Frauenhausministerium schuf im Rahmen des Finanzausgleichgesetzes eine feste Basis zur Frauenhausfinanzierung im mangelhaften Umfang.
Das Frauenhaus fuhr im März auf eigene Kosten nach Kopenhagen und präsentiert Vorträge und einen neuen Videofilm auf einem internationalen Forum.
Das Frauenministerium verabschiedete sich von der Besitzstandswahrung des bestehenden Lübecker Frauenhausetats und führte Mindeststandards statt einer bedarfsorientierten individuellen Förderung der Städte ein. Die Bürgerschaft beschloss im Februar die Kürzung des Haushaltszuschusses für das Autonome Frauenhaus.
Der Sozialsenator, Volker Kaske, lud den Verein als NGO Projekt zum Weltsozialgipfel nach Kopenhagen ein.

1994
Im Dezember fand der Umzug der Frauenhausbewohnerinnen statt. Es gab „Krach um Frauenhausfinanzierung“, nachdem das Sozialamt einen umfangreichen Kostenkürzungsbericht vorgelegt hat.
Im November 1994 wurde das neue Frauenhausgebäude eingeweiht.
Der Frauenhausgeburtstag im Juli wurde auf dem Kohlmarkt und im Offenen Kanal mit einer Live-Sendung gefeiert.
Der Nutzungsvertrag zwischen der Trave und dem Vermieter wurde im Februar unterzeichnet, und die Räumungsfrist aufgeschoben, bis die neue Unterkunft fertig gestellt wurde. Der Vermieter verdoppelte die Miete.

1993
Das Autonome Frauenhaus wurde 15 Jahre alt, es fand deswegen eine dreitägige Veranstaltung statt.
Es erhob sich landesweiter Protest der Frauenhäuser gegen die Neufassung der Richtlinie zur Vergabe von Landesmitteln durch das Frauenministerium.
Nachdem das Gericht im Januar die Räumungsklage abgewiesen hatte, ging der Vermieter in Berufung. Für den Frauenhausneubau wurde ein neuer Standort diskutiert.

1992
Der Verein und die Ämter der Hansestadt Lübeck suchten im August nach Lösungen für einen neuen Standort des Frauenhauses.
Im Juli scheiterte die friedliche Einigung mit dem Vermieter vor Gericht.
Der Vermieter kündigte dem Verein im Mai fristlos den Mietvertrag der Räumlichkeiten des Frauenhauses.

1991
Eine internationale Gruppe junger Frauen renovierte, im Rahmen des ersten SCI (Service civil international) Frauen Camps, das Frauenhaus und den Hinterhof.

1990
Es erfolgte im November ein Bürgerschaftsbeschluss zur Personalaufstockung mit dem Stellenschlüssel 1:4.
Im Mai gab es Bürgerschaftsbeschlüsse zur Wohnungsnot in Frauenhäusern.
Gemeinsam mit Politiker_innen, Verwaltung und Frauenhausbewohnerinnen wurde im Februar nach Lösungen des Problems „Wohnungsnot“ gesucht.

1989
Frauenhausbewohnerinnen besetzten im November ein leerstehendes Haus, um auf die Wohnungsnot aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wurde auch der marode Bauzustand des Frauenhausgebäudes bekannt.

1988
Das Sozialamt forderte im November dazu auf, die Namen der Bewohnerinnen zu nennen, was verweigert wurde, da im Vertrag lediglich die jährliche Belegungszahl gefordert wurden.
Das Autonome Frauenhaus feierte sein zehnjähriges Bestehen mit einem großen Fest am 1. Juli.
Das bundesweite Frauenhaustreffen wurde vom Verein organisiert und fand im Mai in Lübeck statt. 250 Frauen und Kinder aus der BRD nahmen teil.
Bis zur entscheidenden Bürgerschaftssitzung im Februar gelang es der SPD, den Vertragsabschluss mit dem Verein zu umgehen. Die Grünen verweigerten daraufhin die Abstimmung und Annahme des Haushaltes; dadurch blieb der SPD nichts anderes übrig, als den Vertrag mit dem Verein abzuschließen. Die Finanzierung schien nun bis 1991 abgesichert zu sein.

1987
Im November gelang es mit Hilfe der Grünen, in der Bürgerschaft den Ausgleich des finanziellen Defizits über den Haushalt der Hansestadt zu erwirken. Es kam zum Abschluss eines Vorvertrages mit der SPD-Fraktion. Diese verpflichtet sich, einen Vertrag mit dem Verein abzuschließen, der die Absicherung und Unterstützung des Frauenhauses enthielt. Im Gegenzug versicherten die Grünen, den Kandidaten der SPD zum Bürgermeister zu wählen.
Die finanzielle Misere spitzte sich im September zu, da die Bank nicht bereit war, den Kredit weiter aufzustocken. Der Verein stand kurz vor der Auflösung und dem finanziellen Ruin. Deshalb wurde eine Demonstration und Briefaktion organisiert, in der die finanzielle Absicherung des Frauenhauses gefordert wurde.

1985
Es wurde versucht, die Modalitäten zur Existenzsicherung durch Kontaktaufnahme zum Sozialamt zu klären. Das Sozialamt konnte wieder nur die BSHG-Finanzierung anbieten, nun aber über die „Kopf- und Pflegegeldregelung“, die der Verein ablehnte.
Aus der Presse erfuhr der Verein im August, dass die Finanzierung und der Fortbestand nun endlich gesichert waren.
Die AWO eröffnete ihr Frauenhaus.

1984
Die Arbeiterwohlfahrt plante ein zweites Frauenhaus in Lübeck; der Verein fürchtete mehr denn je um seine Existenz.

1982
Es wurde mit dem Vermieter ein neuer Vertrag abgeschlossen, der den Verein für zehn weitere Jahre absicherte.

1981
Wieder wird der Haushaltstitel ohne Aufstockung der Summe bewilligt. Der Vertrag, der die Vergabebedingungen der Gelder beinhaltete, wurde zu Ungunsten des Vereins verändert. Auswärtige Frauen sollten künftig nicht mehr aufgenommen werden dürfen. Die Schwierigkeiten mit dem Vermieter des Hauses nahmen zu und es kam zu ersten Gerichtsverhandlungen.

1980
Der Verein erhielt im August zum ersten Mal einen Haushaltstitel in Höhe von 50.000 DM. Es waren 200.000 DM beantragt.

1979
Es gab keinerlei staatliche Finanzierung des Frauenhauses. Der Betrieb des Hauses wurde mit zwei AB-Maßnahmen und der ehrenamtlichen Mitarbeit der ehemaligen Festangestellten aufrechterhalten. Der Verein erhielt kleine Spenden und Mitgliedsbeiträge.
Aufgrund der politischen und konzeptionellen Überlegungen und Standpunkte beschloss der Verein im September die Ablehnung der BSHG-Finanzierung nach §72 und die generelle Ablehnung von Finanzmitteln aus dem BSHG. Vier Mitarbeiterinnen, die über den §72 finanziert wurden, wurden damit arbeitslos.
Im Frühjahr erfolgte eine intensive Beschäftigung mit den Finanzen und ein Austausch mit anderen Frauenhausinitiativen und Vereinen zu dem Thema.

1978
Ein Altstadthaus wurde im Januar für die Einrichtung des Frauenhauses angemietet.
Im ersten Halbjahr wurde das Haus in Eigenleistung renoviert und am 1. Juli mit einer Etage eröffnet.Die Einstellung der ersten bezahlten Mitarbeiterinnen konnte im Dezember erfolgen.

1977
Im März bildete sich die Frauenhausinitiative Lübeck.
Im August fand die Gründung des Vereins „Frauen helfen Frauen e.V.“ statt.












