Der Verein
Der Verein bezweckt Frauen und Kindern, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, zu schützen, zu beraten, zu unterstützen und zu begleiten, um die erfahrene Gewalt zu verarbeiten, zu überwinden und individuelle Lebenspläne für eine gewaltfreie Zukunft zu entwickeln.
Mittels professioneller Hilfe und Beratung können Frauen, Kinder und Jugendliche ihre Potenziale entdecken, sich unmittelbar vor (akuter) Gewalt schützen, sowie mittelfristig Bildungsangebote kennenlernen und Chancen zur Erwerbstätigkeit ausloten.
Wir schützen seit 1977 Frauen und Kinder, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind
Geschlechterbasierte Gewalt ist ein strukturelles Problem unserer Gesellschaft. Als Frauenhaus bieten wir allen gewaltbetroffenen Frauen Schutz.
Das bedeutet alle Personen, die sich als Frauen definieren (das beinhaltet transgender Frauen und cisgender Frauen). Auch non-binäre oder intergeschlechtliche Personen die von patriarchaler, häuslicher oder Partnerschaftsgewalt betroffen sind, sind bei uns willkommen, wenn sie sich mit diesem Projekt identifizieren können.
Alle Kinder gewaltbetroffener Frauen, auch Jungen bis zum 18. Lebensjahr, dürfen mit ihrer Mutter im Frauenhaus wohnen. Haustiere können leider nicht aufgenommen werden.
Der Verein stellt von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern eine vorübergehende Unterkunft im Frauenhaus zur Verfügung.
Des Weiteren übernimmt er die Geschäftsführung des Frauenhauses mit dem Laden 58 und der Lübecker Stadtmütter auf ehrenamtlicher Basis.
Bildung und/oder Erwerbstätigkeit bilden eine notwendige Grundlage nachhaltiger Gewaltprävention.
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der Verein auf Empowerment, Partizipation, Vielfalt und Ganzheitlichkeit in der pädagogischen Arbeit sowie auf Vernetzung und Kooperation im gesellschaftspolitischen Engagement.
Die Parteilichkeit für Frauen und Kinder, Feminismus, Geschlechtergerechtigkeit, Anti-Rassistische Arbeit, ein demokratisches/ diskriminierungsfreies Selbstverständnis, Bildung und Teilhabe, Hilfe zur Selbsthilfe sowie die Wahrung der Menschenrechte sind die Grundsäulen der täglichen Arbeit.
Der Verein bietet Beratung für Frauen an, die ihre Gewaltsituation verändern wollen.
Der Verein arbeitet selbstverwaltet, unbürokratisch mit demokratischen Strukturen zwischen Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen im Frauenhaus und den Teilnehmerinnen der Lübecker Stadtmütter.
Der Verein ist Arbeitgeber; er ist Mieter des Hauses und der Vereinsräume und Vertragspartner für die Stadt Lübeck und das Land Schleswig-Holstein.